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Modularisierung fördert selbstverantwortliches Lernen

„Mit dem neuen Schuljahr fiel der Startschuss zur Modularisierung an den Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich. Durch das Modulsystem soll einerseits die Möglichkeit geschaffen werden, individuelle Interessen der Schüler im verstärkten Ausmaß zu berücksichtigen, und anderseits sollen Schwächen in einzelnen Gegenständen nicht zum Wiederholen sämtlicher bereits positiv absolvierter Gegenstände führen“, betont Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz. „Das Modulsystem fördert die Eigenständigkeit und Selbstverantwortung bei den Schülern, da sie ihren Bildungsweg selbst steuern können. Ein modernes Coaching- und Lernbegleitsystem unterstützt die Jugendlichen beim Lernen“, so Schwarz. Derzeit werden an jeder Landwirtschaftsschule drei Module angeboten, bis 2017 soll der gesamte Unterricht im Modulsystem durchgeführt werden.

„Bei Modulen handelt es sich um zeitlich und inhaltlich begrenzte Lerneinheiten, die jeweils mit einem Zertifikat bzw. mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Die Modularisierung funktioniert nach einem Baukastensystem, das aus Pflichtmodulen, Wahlpflichtmodulen und Zusatzmodulen besteht“, erklärt Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. „Die Schüler können eigenständig Schwerpunkte setzen und auch vertiefende Angebote sowie individuelle Fördermaßnahmen wählen. Damit können wir Rücksicht auf Alter und Lebensbedingungen der Jugendlichen nehmen und das Lernen wird flexibler gestaltet“, so Friewald.

In der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn wurde kürzlich bereits die erste Woche in Modulform abgehalten. Diese hatte das Thema „Getreideanbau für Profis“ zum Inhalt und bot den Schülerinnen und Schülern des 2. Jahrgangs Landwirtschaft umfassenden Einblick in die theoretischen und praktischen Aspekte dieses Schwerpunktes. So beschäftigten sie sich u. a. mit den Qualitätskriterien, der Saatgutaufbereitung, der Abdrehprobe, englischen Vokabeln und der Getreidesituation am Weltmarkt. Im Rahmen einer Exkursion wurden die Inputs in die Praxis projiziert, bevor es auf den Feldern der LFS Hollabrunn darum ging, Bodenbearbeitungssysteme kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Zu guter Letzt wurde das Getreide von den Schülerinnen und Schülern dann natürlich auch angebaut.

Die für die Durchführung und Organisation dieser Woche Hauptverantwortlichen, Ing. Stefan Amon, BEd., BSc. und DI Harald Summerer, betonten gemeinsam mit Betriebsleiter LWM Franz Ecker die Bedeutung eines solch zusammenhängenden Moduls: „Auch wenn die Vorbereitungsarbeiten für eine solche Woche umfangreich und intensiv sind, spricht das Ergebnis eine eindeutige Sprache: Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert von dieser modernen Form des Lehrens und Lernens und profitieren auf vielfältige Art und Weise davon.“

Auch in den beiden anderen Ausbildungsrichtungen, Betriebs- und Haushaltsmanagement und Haustierhaltung, steht demnächst die Durchführung eines Moduls auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler sind bereits jetzt gespannt, sich mit einem Themenschwerpunkt eine Woche lang in Projektform auseinanderzusetzen, und freuen sich darauf, sich im Anschluss als Spezialisten auf diesem Gebiet bezeichnen zu dürfen.